Martin Hirthe

Martin Hirthe war Fernsehschauspieler, Theaterschauspieler und Synchonsprecher. Er war eine der Deutschen Stimmen von Bud Spencer.

Martin Hirthe war in zwei Filmen die Deutsche Stimme von Bud Spencer
Martin Hirthe
Bürgerlicher Name:Martin Hirthe
Geburtsdatum:Sonntag, den 13.02.1921
Gestorben am:Sonntag, den 09.08.1981
Geburtsort:Berlin
Sterbeort:Berlin
Sternzeichen:Wassermann

Leben

Martin Hirthe wurde am 13. Februar 1921 in Berlin (Bezirk Pankow) geboren.

Sein Vater arbeitete in der Schweiz als Ingenieur weshalb er hier einige Jahre verbrachte und auch praktisch aufwuchs.
In Berlin besuchte er die Schauspielschule des Deutschen Theaters. Darauf folgten Engagements in Kassel und Göttingen. Nach seiner Kriegsgefangenschaft in Österreich im zweiten Weltkrieg began seine Schauspielkarriere. Er spielte auf Bühnen in Graz, Klagenfurt und Wien.

Martin Hirthe hat zusammen mit Hannelore Hirthe eine Tochter namens Caroline Hirthe. Sie arbeitet als freiberufliche Fotografin in Berlin.


Krankheit und Tod

Hirthe erlag am 19. August 1981 nach langer Krankheit einem Hirntumor.

Letzte Ruhestätte

Bestattet wurde Martin Hirthe auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin.
Seine Frau starb 2009 und wurde an gleicher Stelle beerdigt.

Der Grabstein von Martin Hirthe auf dem Waldfriedhof Zehlendorf
Grabstein von Martin Hirthe

Grablage

Das Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin. Über den Eingang Wasgensteig 30 in 14129 Berlin sind es wenige Gehminuten bis Abt. VIII-W-170/171.

Grab von Martin Hirthe
Das Grab von Martin Hirthe und seiner Frau Hannelore (2016)

Synchronsprecher-Tätigkeit

Von den 50er bis späten 70er Jahren synchronisierte er zahlreiche Schaupspieler. In Das Dschungelbuch war er beispielsweise die Stimme von Colonel Hathi.
Für folgende Schauspieler war er die deutsche Stimme: Adolfo Celi, Alan Hale Junior, Bud Spencer, Cesare Danova, Charles Bronson, Charles Gray, Claude Akins, Ernest Borgnine, Frank Wolff, George C. Scott, Gregory Peck, Henry Fonda, Jack Elam, Jack Warden, Karl Malden, Lee J. Cobb, Lee Marvin, Martin Balsam, Mel Brooks, Morgan Woodward, Orson Welles, Peter Ustinov, Richard Attenborough, Richard Mulligan, Rod Steiger, Stacy Keach, Stanley Baker, Telly Savalas, Vincent Price, Walter Matthau, Yul Brynner;

Synchronsprecherrollen aus den Jahren 1960 bis 1969
1964: Old Shatterhand (Stimme von Sheriff Brandon)
1966: Maigret und sein grösster Fall (Stimme von Marcello Genaro)
1966: Kommissar X – Jagd auf Unbekannt (Stimme von Kan)
1967: Das Dschungelbuch (Stimme von Colonel Hathi)
1967: Mister Dynamit – Morgen küßt euch der Tod (Stimme von Balbo)
1968: Kommissar X – Drei blaue Panther (Stimme von Robert Hillary)
1968: Asterix und Kleopatra (Stimme des Pyradonis)
1969: Die Hochzeitsreise (Stimme von Arturo Santoni)
1969: Jerry Cotton: Todesschüsse am Broadway (Stimme von Reception Clerk)

Synchronsprecherrollen aus den Jahren 1970 bis 1979
1971: Winnie Puuh und das Hundewetter (Stimme von Tigger)
1972: Tim und der Haifischsee (Stimme des Rastapopoulos)
1972: Dr. M schlägt zu 8 (Stimme des FBI-Agenten Marx)
1973: Der Zauberstein (Stimme des Königs)
1973: Es war einmal… Maria d’Oro und Bello Blue Zeichentrickfilm (Stimme des Königs)

Sprecher für Hörspiele

Neben seinen Arbeiten als Schauspieler und Synchronsprecher war Hirthe auch in Hörspielen als Sprecher aktiv. Meist tat er das für die Sender SWF, WDR, HR, SFB und RIAS. In folgenden Hörspielen hatte er Sprecherrollen:

Hörspiele aus den Jahren 1950 bis 1959
1953: Raumstation beherrscht die Erde
1957: Unwiederbringlich

Hörspiele aus den Jahren 1960 bis 1969
1962: Die Meute
1962: Ein gestrenger Herr
1963: Der Bahnübergang
1964: Wie jeden Tag
1964: Das vierte Skalpell
1964: Nimm Platz und stirb
1965: Fünf tote alte Damen (Fünfteiler)
1969: Die letzte Visite

Hörspiele aus den Jahren 1970 bis 1979
1972: Revolte auf Luna
1977: Ein Mord zur rechten Zeit

Hörspiele aus den Jahren 1980 bis 1989
1980: Der kleine Hobbit (sprach den Tom und den Elfenkönig)
1980: Professor van Dusen Nr. 14: Rotes Blut und weißer Käse

Synchronisationen für Spencer/Hill Filme

Neben Wolfgang Hess und Arnold Marquis zählt Martin Hirthe zum dritthäufigsten Sprecher von Bud Spencer.

Zählt man auch die Solo-Filme von Bud Spencer hinzu, so kommt er auf sieben Filme in denen er Bud seine Stimme lieh. Zählt man nur die Filme in denen Terence Hill und Bud Spencer als Duo vor der Kamera stehen, so kommt er auf zwei Filme. Terence wurde übrigens nahezu ausschließlich von Thomas Danneberg synchonisiert.


Hörprobe – Stimme von Martin Hirthe

Filmszene aus dem Film „Zwei sind nicht zu bremsen“. Beim Dialog zwischen Terence Hill (gesprochen von Thomas Danneberg) und Bud Spencer (gesprochen von Martin Hirthe) kannst du dir beim folgenden MP3 die Stimme von Martin Hirthe anhören. Die Szene ist übrigens eine bekannte und beliebte Stelle im Film. Johnny Firpo (Terence) möchte Eis (Pistazie) bei Charlie Firpo (Bud) kaufen, was er aber nicht führt…


In folgenden Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill (als Duo) war er zu hören:

  1. Gott vergibt – Django nie – Comedy Version (Bud Spencer als Hutch Bessy / Dan)
  2. Hügel der blutigen Stiefel – Comedy Version (Victor Buono als Fisher)
  3. Vier für ein Ave Maria (Eli Wallach als Cacopulos)
  4. Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle (Ferdinando Murolo als der biergierige Mann im Dschungel)
  5. Zwei sind nicht zu bremsen (Bud Spencer als Charlie Firpo)
  6. Zwei wie Pech und Schwefel (John Sharp als Der Boss)

Schauspieler-Tätigkeit

Hirthe stand sowohl für TV-Serien als auch für Spielfilme vor der Kamera. In Tatort spielte er mehrere Male den Hauptkommissar. Daneben war er im Film Jeder stirbt für sich allein (mit Hildegard Knef) und im Film Unser Willi ist der Beste (mit Heinz Erhardt) zu sehen.

Filmografie

Martin Hirthe Filmographie: Liste aller Filme und Fernsehserien in denen Martin Hirthe mitgespielt hat.

Filme aus den Jahren 1950 bis 1959
1956: Möwen über Sorrent (als McIntosh)
1959: Nick Knattertons Abenteuer – Der Raub der Gloria Nylon (als Lucius Xaver Nylon)
1959: Nacht fiel über Gotenhafen (als Partygast)
1959: Natürlich die Autofahrer (als Baurat Welker)
1959: Der Kirschgarten (als Jermolai Alexejitsch Lopachin)

Filme aus den Jahren 1960 bis 1969
1960: Bedienung, bitte! (als Gordon Miller)
1960: Wer überlebt, ist schuldig (als Autohändler Grebenow)
1961: Aus Gründen der Sicherheit (als Larry Drake)
1962: Jeder stirbt für sich allein (als SS-Brigadeführer Prall)
1963: Die Wölfe (als Verrat)
1964: Old Shatterhand (als Sheriff Brandon)
1964: Ein Frauenarzt klagt an (als Fritz Hartmann)
1964: Die Sanfte (als Kaufmann)
1965: Romulus der Große (als Emperor Zeno)
1966: Abendkurs (als Ambrose Solto)
1966: Die schwarze Hand (als Oberst Artamanow)
1966: Ganovenehre (als Schränker-Karl)
1966: Leben wie die Fürsten (als Geschäftsmann)
1967: Mister Dynamit – Morgen küßt Euch der Tod (als Balbo)
1967: Die spanische Puppe (als Ivor)
1967: Stella (als Verwalter)
1967: Auf der Lesebühne der Literarischen Illustrierten)
1967: Ein Schloß in Schweden (als Hugo)
1968: Mexikanische Revolution (als Benito Navarro)
1968: Wind in den Zweigen des Sassafras (als John-Emery Rockefeller)
1968: Kidnap – Die Entführung des Lindbergh-Babys (als Assistent Chief Brookman)
1969: Waterloo (als General Lobau)
1969: Todesschüsse am Broadway (als Rezeptionist Clerk)
1969: Der irische Freiheitskampf (als Winston Churchill)
1969: Spion unter der Haube (als Redakteur Danley)
1969: Sir Basil Zaharoff – Makler des Todes (als Lloyd George)
1969: Alle Hunde lieben Theobald (als Drogist)
1969: Der Sturm (als Stephano)
1969: Tagebuch eines Frauenmörders (als General Calvados)

Filme aus den Jahren 1970 bis 1979
1970: Wie man seinen Gatten los wird (als Oscar Hurry)
1970: Bend Sinister (als Maximow)
1970: Friedrich III. ‚…gestorben als Kaiser‘ (als Geheimrat von Bergmann)
1970: Das Bastardzeichen
1970: August der Starke – Ein ganzes Volk nennt ihn Papa (als August der Starke)
1971: Ein Fall für Herrn Schmidt (als Schurek)
1971: Yester – der Name stimmt doch? (als Edmund Clenz)
1971: Der Flaschenteufel (als Bootsmann)
1971: Seine Majestät Gustav Krause (als Direktor Büttner)
1971: Narrenspiegel (als Heinrich)
1971: Maestro der Revolution (als Prati)
1971: Mr. Tingling stellt ein (als Tingling)
1971: Drüben bei Lehmanns (als Erwin Köpp)
1971: Unser Willi ist der Beste (als Hauswirt Graumann)
1972: Das Klavier (als Rechtsanwalt Wolff)
1972: Flint (als Mr. Hodge)
1972: Gestern gelesen (als Steuer-Oberinspektor Pahl)
1972: Manolescu – Die fast wahre Biographie eines Gauners (als Pressechef)
1972: Pater Brown (als Norman Bourne)
1973: Ein Fall für Goron (als Leduc)
1974: Arme klauen nicht (als Toni)
1975: Lockruf des Goldes (als Snass)
1975: Sergeant Berry…und wieder ein Zufall (als Señor Vilejas)
1975: Die halbe Eva
1975: Damals wie heute
1975: Im Werk notiert
1975: Vierauge (als Snass)
1975: Tatort: Tod im U-Bahnschacht
1975: Kommissariat 9 (als Hans Becker)
1975: Beschlossen und verkündet (als Spirituosenhändler Petermann)
1976: Tatort: Transit ins Jenseits
1976: Intermezzo für fünf Hände (als Monsieur Bernard)
1976: Sladek oder Die schwarze Armee (als Rübezahl)
1976: Partner gesucht
1976: Jeder stirbt für sich allein (als Kommissar Escherich)
1977: Das Verhör des Ernst Niekisch
1977: Tatort: Feuerzauber
1977: Geschäft mit der Sonne (als Ludwig Schröder)
1975-1977: Tatort (als Kommissar Schmidt / Hauptkommissar Schmidt)
1978: Schöner Gigolo, armer Gigolo (als Direktor)


Bildquellen:Privataufnahmen; youtube.com