Christian Marschall


Christian Marschall wurde am 15. Februar 1922 in Dresden geboren und verstarb im November 1999 im Alter von 77 Jahren.

Leben und Karriere

Sein künstlerischer Werdegang begann mit einer Schauspielausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt Dresden. Noch im selben Jahr betrat er erstmals die Bühne – zunächst an den Landesbühnen Sachsen, später folgten Engagements an mehreren Theatern, darunter das Stadttheater Elbing, das I. Stadttheater in Mährisch-Ostrau sowie Häuser in München und Landshut.

Nach Kriegsende verlagerte sich Marschalls Schwerpunkt zunehmend auf sprecherische Tätigkeiten. In München arbeitete er als Radiomoderator beim Bayerischen Rundfunk, unter anderem für die Sendung In den Wind gesprochen. Parallel dazu war er als Off-Sprecher in Filmproduktionen gefragt – etwa im 1961 erschienenen Werk Brutalität in Stein.

Dank seiner unverwechselbar tiefen, düsteren Stimme wurde Marschall häufig für die Synchronisation von Charakteren in Horrorfilmen eingesetzt. Er sprach unter anderem Peter Cushing in Dracula braucht frisches Blut und lieh Boris Karloff in Der Leichendieb seine Stimme. Darüber hinaus war er die deutsche Stimme bekannter Darsteller wie James Garner, John Richardson, Donald Pleasence und Ernest Borgnine.

Auch in Animationsfilmen war er regelmäßig zu hören. So vertonte er unter anderem Julius Caesar in Asterix bei den Briten sowie den falschen Seher Lügfix in Asterix – Operation Hinkelstein. Zu seinen späten Rollen zählt die Figur Justus Specht in der Serie Mecki und seine Freunde. In den 1990er Jahren zog er sich schrittweise aus dem Synchronbereich zurück.

Synchronsprecher in Spencer/Hill Filmen

Er war in folgenden Filmen als Synchronsprecher zu hören:

  1. Der blauäugige Bandit – Frank Wolff als Spina
  2. Der Teufel kennt kein Halleluja – Carlo Alberto Cortina als Revolutionär
  3. Zwei bärenstarke TypenWoody Woodbury als Agent im Flugzeug