Herbert Stass
Herbert Stass war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Er wurde am 7. Oktober 1919 in Oebisfelde geboren und verstarb am 11. November 1999 in Berlin im Alter von 80 Jahren.
Leben
Nach dem Besuch des Realgymnasiums absolvierte Herbert Stass seine Schauspielausbildung an der Reicherschen Schauspielschule in Berlin. Sein Bühnendebüt gab er in der Rolle des Lysander in Ein Sommernachtstraum am Reichenberger Stadttheater. In den Nachkriegsjahren war er an renommierten Bühnen tätig, unter anderem am Hebbel-Theater und über ein Jahrzehnt am Schillertheater. Anschließend arbeitete er freiberuflich auf zahlreichen deutschen Bühnen.
Bereits ab den 1940er-Jahren war Stass in Kinofilmen zu sehen, etwa in … und über uns der Himmel (1947), Der 20. Juli (1955) oder Der Tod im roten Jaguar (1968). In den 1960er- bis 1990er-Jahren war er zudem in zahlreichen Fernsehserien präsent – unter anderem in Tatort, Derrick, Ein Fall für Zwei, Der Fahnder oder Wolffs Revier. Für seine Rolle im Fernsehfilm Interview mit Herbert K. (1970) wurde er mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Herbert Stass war auch ein gefragter Synchronsprecher. Seine Stimme lieh er internationalen Schauspielgrößen wie Frank Sinatra, Clint Eastwood, Roger Moore, Tony Curtis, Dustin Hoffman und Yves Montand. Besonders bekannt wurde er als erste deutsche Stimme von Winnetou (Pierre Brice) im Film Der Schatz im Silbersee.
Darüber hinaus war er ein engagierter Hörspielsprecher und trat in zahlreichen Produktionen auf, darunter im WDR-Mehrteiler Paul Temple und der Fall Alex (1968) als Inspektor Crane.
Stass starb 1999 in Berlin. Sein Grab befand sich auf dem Waldfriedhof Dahlem, ist aber inzwischen nicht mehr erhalten.
Synchronsprecher in Spencer/Hill-Filmen
In der Welt von Bud Spencer und Terence Hill war Herbert Stass als Synchronsprecher für verschiedene Nebenrollen aktiv:
Der Supercop – Marc Lawrence als Torpedo
Zwei Asse trumpfen auf – Giancarlo Bastianoni als Schläger von Frisco Joe
Banana Joe – Enzo Garinei als Ing. Moreno
